Webhosting in der Schweiz wählen: die Checkliste in 7 Punkten
Datenschutz (revDSG), Standort des Rechenzentrums, Support-Sprache, echte Preise und Kündigung: was Sie vor der Wahl von Schweizer Webhosting prüfen.
Beim Webhosting in der Schweiz geht es weniger um Gigabytes als darum, wo Ihre Daten liegen, wer antwortet, wenn etwas nicht läuft, und was Sie über die Jahre wirklich bezahlen. Diese Checkliste fasst die wichtigsten Punkte für Firmen, Vereine und Selbstständige zusammen, ob in Zürich, Bern oder im Tessin.
1. Wo steht das Rechenzentrum?
Fragen Sie, in welchem Land und idealerweise in welcher Stadt Website, Postfächer und Datenbanken laufen. Ein Rechenzentrum in der Schweiz hält Ihre Website nahe bei Schweizer Besuchern und vereinfacht Datenschutzfragen. Fragen Sie auch, wo die Backups liegen: Auch ein Backup ist eine Kopie Ihrer Daten.
2. Datenschutz: das revDSG
Seit dem 1. September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) für alle, die in der Schweiz Personendaten bearbeiten, auch über Kontaktformulare, Shop-Bestellungen und Newsletter auf Ihrer Website. Das sollten Sie bei einem Hosting-Anbieter prüfen:
- Ist der Anbieter ein Schweizer Unternehmen, und wo ist er eingetragen?
- In welchen Ländern werden Ihre Daten gespeichert und bearbeitet?
- Erhalten Sie die Angaben, die Sie für Ihre eigene Datenschutzerklärung brauchen?
Die EU anerkennt für die Schweiz ein angemessenes Datenschutzniveau, ein Vorteil auch bei Kundschaft in der EU. Diese Checkliste ist keine Rechtsberatung; für Ihre Datenschutzerklärung wenden Sie sich an eine Fachperson.
3. Support in Ihrer Sprache
Wenn die Website ausfällt, möchten Sie das Problem in Ihrer Sprache erklären, jemandem, der es lösen kann. Prüfen Sie, in welchen Sprachen der Support antwortet, wie Sie ihn erreichen (Ticket, E-Mail, Telefon) und ob es eine Wissensdatenbank mit echten Anleitungen gibt.
4. Der echte Preis
- Vergleichen Sie den Verlängerungspreis, nicht nur das Angebot fürs erste Jahr.
- Prüfen Sie, ob die Preise in CHF sind und ob die Mehrwertsteuer enthalten ist oder dazukommt.
- Rechnen Sie mit, was Sie sowieso brauchen: SSL-Zertifikate, tägliche Backups, E-Mail, eine Domain.
5. Was inbegriffen ist
Ein gutes Schweizer Webhosting enthält kostenlose SSL-Zertifikate, tägliche Backups, E-Mail auf Ihrer eigenen Domain und eine einfache WordPress-Installation. Prüfen Sie die Limiten, die für Sie zählen: Speicher, Anzahl Domains, Postfächer und Datenbanken.
6. Der Einstieg: der Umzug
Beim Umzug einer bestehenden Website passieren die meisten Probleme. Fragen Sie, ob der Anbieter Dateien und Datenbanken für Sie umzieht und wie die Postfächer eingerichtet werden, damit Ihre Adressen weiter funktionieren.
7. Der Ausstieg: Kündigung und Ihre Daten
Prüfen Sie, wie Sie kündigen, wie lange die Kündigungsfrist ist und wie Sie Dateien, Datenbanken und E-Mails herunterladen. Ein Anbieter, der das Gehen leicht macht, macht meist auch das Bleiben leicht.
So beantwortet ThunderHosting diese Checkliste
ThunderHosting ist ein Schweizer Hosting-Unternehmen aus dem Tessin. Unser Webhosting läuft in unserem Rechenzentrum in Lugano und enthält kostenloses SSL, tägliche Backups, E-Mail und WordPress per Klick, mit Preisen in CHF oder EUR (ThunderHosting ist nicht mehrwertsteuerpflichtig: Die angezeigten Preise sind Endpreise). Der Support spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, und wir ziehen Ihre Website kostenlos um. Sie haben ein Geschäft im Tessin? Lesen Sie unsere Seite zum Hosting im Tessin und kombinieren Sie das Hosting mit einer .ch-Domain.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich meine Website in der Schweiz hosten?
Kein Gesetz schreibt für jede Website ein Schweizer Rechenzentrum vor. Hosting in der Schweiz hält die Daten aber nahe bei Ihren Besuchern und vereinfacht den Datenschutzteil Ihrer Datenschutzerklärung.
Was bedeutet das revDSG für meine Website?
Sammelt Ihre Website Personendaten, etwa über ein Kontaktformular oder einen Shop, gilt das revDSG. Ihre Datenschutzerklärung muss unter anderem angeben, welche Daten Sie erheben und, falls Daten ins Ausland bekanntgegeben werden, in welche Länder.
Reicht eine .ch-Domain?
Eine .ch-Domain sagt, wo Sie sind, nicht wo Ihre Daten liegen. Das Hosting entscheidet, wo Website und E-Mails tatsächlich laufen.
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